Zwei Französische Bulldoggen des deutschen     Züchters Max Hartenstein, die in einem Buch    des Kynologen Richard Strebel abgebildet sind.

          (Die deutschen Hunde, 1904)              

 

Auch auf dem rechten Bild von "damals" ist      ein Bully mit Rute und längerem Fang zu sehen.

British Dogs   Their points, selection, and show preparation by W.D. Drury

                                  Buffy-Finny v.d.Waldheimer Wiesen

 

FRANZÖSISCHE BULLDOGGE

(Bouledogue Français)

 

                                Aurea von den Waldheimer Wiesen

 

!!! Die Verbesserung der Rasse und die Zucht gesunder Bullys

ist unser höchstes Ziel !!!

 

Durch die Übertypisierung des Standards - von Züchtern hervorgerufen, von den Verbänden wie dem FCI  unterstützt, wurden die Bullys im Laufe der Zeit körperlich immer mehr verändert. Ein gutes und gesundes Leben ihnen dadurch schrittweise erschwert.

Über eine lange Zeit bekamen nur noch diese übertypisierten Bullys die besten Beurteilungen auf Ausstellungen. Und nur mit der höchsten Bewertung kann dort ein Hund in die Zucht gehen.

Hier geht es um das äußere Erscheinungsbild und nicht um die gesundheitlichen Belange. Aber ein übertypisierter Bully kann nicht gesund sein, denn sein Körper erlaubt es ihm nicht mehr!

Es wurde über Jahre hinweg der falsche Weg bei unserer Rasse eingeschlagen:
Die Köpfe wurden immer massiver, die Nasen und Augen sollten möglichst nahe beieinander liegen, eine Schnauze als solches hatte man schon so gut wie weggezüchtet.
Die Atmung wird dadurch massiv behindert und macht unserer Rasse das Leben immer schwerer. Hinzu kommt, dass sie möglichst einen massigen Brustkorb und einen kurzen Körper haben sollten, ebenso wurde die Rute immer weiter verkürzt und verkrüppelte langsam, was dem gesamten Bewegungsapparat schadete.                                                    

Aber auch die innerartliche Kommunikation ist durch diese fehlende Rute sehr  behindert.

Dadurch, dass die Rasse immer kürzer wurde und auch die verkrüppelte Rute, adaptierten sich die Wirbel an die neue Körperlänge. Die Enstehung der Keilwirbel wird dadurch begünstigt.

Es wird ein langer Weg sein, diese tolle Rasse wieder an ihren Ursprung zurück zu führen. Der Bully sollte wieder länger werden, auch nicht mehr so tief sein, sie sollten wieder eine richtige Nase und einen Fang haben. Unsere Bullys sollen sportlich gebaut mit etwas längeren Beinen und auch einem längeren Hals sein.Daran möchte ich mit meiner Zucht arbeiten und habe mit meinen Nachzuchten in meinen Augen den richtigen Weg eingeschlagen.

Noch vor 100 Jahren hatten die Französischen Bulldoggen ein ganz anderes Erscheinungsbild wie sich anhand alter Zeichnungen etc. belegen lässt.

Meine Hunde sind keine typischen Ausstellungs-Hunde, aber sie sind Topfit, laufen am Fahrrad, schwimmen, toben mit anderen Hunden ohne Probleme und können auch im Sommer an meinem Leben und an dem ihrer neuen Besitzer teilhaben. Wir stehen zum Wohle der Gesundheit und Vitalität zu den längeren Nasen unserer Hunde und dem Erscheinungsbild der  schlankeren Bullys, auch wenn dieses für einige Betrachter gewöhnungsbedürftig ist.Dem leider immer noch favorisierten Hundentyp der Ausstellungen welche gedrungen, massig und breit gebaut dort zu sehen sind, entsprechen meine Hunde nicht. Dafür sind sie wendig und beweglich und nicht körperlich eingeschränkt.

Ein beweglichere Bully erscheint mit einem leichteren Skelett, so wie man die Bullys aus der Jahrhundertwende noch kennt oder wie sie manche wenige Züchter noch züchten. Der Bully als Hund sollte z.B. in der Lage sein, sich eigenständig zu putzen, seinen Kopf samt Hals in Richtung seines Beckens drehen zu können.

Trotzallem muss man sich vergegenwärtigen, dass ein Hund ein Lebewesen und keine Sache ist.Dieses ist im Laufe seines Daseins verschiedensten Einflüssen unterworfen.

Eine 100%ige Garantie auf immer währende Gesundheit kann für lebende Organismen niemand geben. Die Genetik und die  Anlagen der weiter zurück liegenden Vorfahren kann auch ich nicht ausschalten.                                                                                                                                                                         Ich als Züchter kann die bekannten rassetypischen Risiken beachten  und nur gesundheitlich einwandfreie und untersuchte Tiere miteinander verpaaren. Damit versuche ich mein Zuchtziel zu erreichen:

!!!! Einfach ein lebensfroher, gesunder und belastbarer Bully !!!!

 

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS :

Wie alle Doggen stammt die französische Bullddogge wahrscheinlich von den Molossern Epiriens und des römischen Kaiserreiches ab; sie ist verwandt mit den Ahnen des Bulldogs Großbritanniens, mit den Alanerhunden des Mittelalters und damit den großen und kleinen Doggen Frankreichs.

Die französische Bulldogge, wie wir sie heute kennen, ist das Ergebnis verschiedener Kreuzungen, die passionierte Züchter in den 1880er Jahren in den Arbeitervierteln von Paris vornahmen. Seinerzeit vorerst Hund der Lastenträger an den Pariser Zentralmarkthallen, der Metzger und der Kutscher, wußte sie mit ihrem so außergewöhnlichen Körperbau und Wesen schnell die bessere Gesellschaft und die Welt der Künstler zu erobern. So breitete sie sich schnell aus.

Der erste Rasseverein wurde 1880 in Paris gegründet. Das erste Zuchtbuch datiert von 1885 und ein erster Standard wurde 1898 erstellt, in dem Jahr, in welchem die Société Centrale Canine die Französische Bulldogge als Rasse anerkannte. Schon 1887 wurde der erste Hund ausgestellt.

 

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN) :

Umgänglich, fröhlich, verspielt, sportlich, aufgeweckt.

Besonders liebevoll im Umgang mit ihren Besitzern und mit Kindern.

 

 Hier ein Bild aus dem Jahr 1939 von einem noch weitgehend ursprünglichen Bully:

 

 

So sah eine Französische Bulldogge 1955 aus Meissner Porzellan ( R. Rehbeil) aus :

 

 

 

 

 


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